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Alfred Dagenbach dagenbach@t-online.de Das Lager Heilbronn Ich habe zum Lager Heilbronn meine Mutter befragt. Das Lager befand sich in etwa 300 Metern Entfernung von unserem Grundstück. Sie war damals eine junge Frau. Mein Vater war zu der Zeit in englischer Kriegsgefangenschaft. Ich bin Jahrgang 1947 und kannte nur noch Reste der übriggebliebenen Baracken, die noch lange als Behelfswohnungen genutzt wurden. |
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Rudy Sauter Das Lager Heilbronn Mein Vater war im Lager Heilbronn. Nach 3 Monaten wurde er als Friseur einer amerikanischen Artillerieeinheit übergeben. Zusammen mit acht anderen Kriegsgefangenen war er in einem beschlagnahmten Privathaus untergebracht. Er wog 45 kg als er aus dem Lager kam. Nachdem wir Post von ihm hatten, machten sich meine Mutter und ich auf den Weg von Lörrach-Baden nach Heilbronn, um ihn zu besuchen. Auf dem Weg kamen wir am mit Stacheldraht umgebenen Lager vorbei mit den vielen Tausenden deutschen Soldaten. Ich persönlich sah, wie amerikanische Negersoldaten auf die Gefangen mit Stöcken einschlugen, weil sie zu schwach waren, alleine auf die Lastwägen zu steigen zur Verfrachtung nach Frankreich in die Kohlenzechen. Mein Vater berichtete nur selten über die Zustände im Lager. Er erzählte nur über die vielen Jugendlichen, die an Schwäche, durch Hunger verursacht, starben, weil sie Ihren Lebenswillen verloren hatten. Ich war 14 Jahre alt anno 1945. Ich habe schon versucht, Heilbronn anzuschreiben, da müssen doch noch Leute da sein, die das von außen auch sahen. 715 Humphrey Road |